Vernissage: Ausstellung "zeitLos" Künstlerinnen Klipstein und Johannsen

Vernissage: Sonntag, 25.10.2020
10 Uhr Gottesdienst mit Pastorin zu Dohna zum gleichen Thema,
anschließend Ausstellungseröffnung

Wann: 25.10. bis 15.11. 2020
täglich 9 bis 16 Uhr
Wo: Dom zu Bardowick
St. Peter und Paul

Gabriele Nafisa Klipstein und Silvia Johannsen zeigen ganz unterschiedlich gestaltete Stoffbahnen. G. N. Klipsteins Arbeiten symbolisieren mit der Farbe Rot-Magenta die spirituelle Liebe. Es ist auch das Kardinals-Rot der Macht und der Läuterung. Rot steht für den transformierten Eros und das Leben.

Die Schriftzeichen darauf sind nur noch Fragmente, Symbole vom Aufbrechen in unserer Zeit. Sie sind als Noten rhythmisch, intuitiv von oben nach unten geschrieben. Gemeint ist die geistige Substanz, die allen Religionen zugrunde liegt, die sich in ritueller Sprache manifestiert, und obwohl zerbrochen, doch noch mit uns korrespondiert und die Liebe in unserem Kern wachruft.

Die Menschen auf den Stoffbahnen von Silvia Johannsen bilden Gruppen, sind allein, einander zugewandt oder feindselig; sie knüpfen Kontakte durch die Zeiten und verlöschen. Die Figuren ähneln Schattenbildern, sind gestisch, wie vage Erinnerungen; dennoch spezifisch, so wie man jemanden aus der Ferne an seiner Haltung erkennt.

Archaische Muster der Beziehungen scheinen auf wie ein Gewebe aus Tausenden von Fädchen; jeder trägt seinen Teil dazu bei, wenn er kann, mit Liebe, das heißt u.a. mit Zuhören. Auch mit Hören auf die eigene innere Stimme. Alle Skulpturen der S. Johannsen scheinen wohlwollend der Stimme der Anderen zu lauschen: in Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft.

Die Arbeiten beider Künstlerinnen nehmen Bezug auf unsere Zeit, d. h. das Los, in dieser Zeit zu leben, und zugleich auf Zeitlosigkeit.

Ort: Dom zu Bardowick, St. Peter und Paul

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